« Nachrichten | tect-D: Prädikat Special Mention
01 Nachrichten

tect-o doré jetzt im Aachener Domschatz

Die Aachener Domschatzkammer hat Zuwachs erhalten: Andreas Gantenhammer übergab die goldene Bronzeschale an Dompropst Manfred von Holtum.

„Es ist uns wirklich eine große Ehre, unsere Objektschale tect-o doré im historischen Umfeld der Domschatzkammer Aachen zu wissen“, sagt Andreas Gantenhammer. Er hatte Mitte Juni die Schale aus Bronze und Gold dem Aachener Dompropst Manfred von Holtum überreicht.

Mit tect-o doré gesellt sich nun ein modernes und dennoch zeitloses Exponat zur einzigartigen Sammlung von Kulturschätzen vergangener Epochen. Mehr als 100 Kunstwerke aus spätantiker, karolingischer, ottonischer, staufischer und gotischer Zeit werden auf über 600 Quadratmetern in verschiedenen Ebenen und Räumen gezeigt.

Die Objektschale tect-o doré ist Besuchern noch bis Mitte September öffentlich zugänglich. Ausgestellt ist sie in einer Vitrine im Erdgeschoss der Domschatzkammer, gleich im ersten Raum in direkter Nachbarschaft zu einem Reliquienschrein aus dem 13. Jahrhundert sowie Typar und Siegel des Aachener Stiftskapitels aus dem 16. Jahrhundert.

„Es tut der Schatzkammer und auch dem Dom gut, wenn wir den Sprung in die Gegenwart machen und solche modernen künstlerischen Exponate ausstellen“, betonte Dompropst Manfred von Holtum bei der feierlichen Übergabe.

Nachrichten | Event-App für den Modehandel »
 

 

Der Aachener Dom: UNESCO-Weltkulturerbe
Der Aachener Dom ist eines der besterhaltenen Baudenkmäler der Karolingerzeit und wurde als erstes deutsches Denkmal 1978 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Die bedeutende Geschichte des Aachener Doms ist eng mit der Karls des Großen verknüpft. Der fränkische Kaiser gestaltete gegen Ende des 8. Jahrhunderts den Königshof in Aachen in eine Pfalz um und machte die Stadt damit zum Mittelpunkt seines europäischen Reiches. Er ließ eine große Anlage mit Pfalzkapelle errichten. Diese Kapelle, die Marienkirche, bildet heute den Zentralbau des Aachener Doms. Hier wurde Karl der Große nach seinem Tod 814 bestattet.
In der Folgezeit, bis Mitte des 16. Jahrhunderts, wurden in Aachen zahlreiche römisch-deutsche Könige gekrönt. Im Mittelalter avancierte der Aachener Dom zu einer der bedeutendsten Wallfahrtstätten. Einige der Schätze, die heute in der Domschatzkammer präsentiert werden, gehen auf Stiftungen von Kaisern, Königen und Pilgern zurück.

Foto Domkapitel Aachen, Pit Siebigs

Domschatzkammer
Die Domschatzkammer wurde 1995 nach den neuesten konservatorischen und museumsdidaktischen Erkenntnissen neu eingerichtet. Der bedeutende Kirchenschatz mit seinen Kunstwerken ist in fünf Themenbereiche eingeteilt: „der Dom als Kirche Karls des Großen“, „die Liturgie am Aachener Dom“, „die Krönungskirche“, „die Reliquien und die Wallfahrt nach Aachen“ sowie „der Dom als Marienkirche“.